
Wir ueberlegen den Weg Richtung Norden (entgegen des eig. Plans) etwas abzuwandeln und ueber Serbien nach Krakau zu fahren -Mal schaun
Bevor wir aufbrechen werden wir aber wohl noch 2 Tage am Meer verweilen....
Wir haben die letzten 3 Tage auf einem Campingplatz in der Nähe von Patras verbracht.
Dort haben wir einen Berliner –Mik kennengelernt, der seit langem, wie er es nennt, in seiner Höhle wohnt.
Er bereist hauptsächlich Frankreich und eben Griechenland, schreibt Kurzgeschichten, fotografiert und lebt. Nach einer guten Flasche griechischen Wein, verbrachten wir einen sehr persönlichen und interessanten Abend miteinander. Solche Begegnungen mit anderen Reisenden, vor allem mit sog. Aussteigern, sind immer auf einer Ebene die ich genieße, Themen/Anschauungen mit denen man sich relativ schnell identifizieren kann und eine Vertrautheit die einem viel Positives für den weiteren Weg schenkt.

Neapel
Wir haben die Nacht auf einer Raststation in Teano, etwa eine Stunde vor Neapel, verbracht und sind dann über die Landstraße Richtung Neapel aufgebrochen.
Der Weg ins Zentrum führte uns durch Scampia – Heimat der Camorra ;) (endlich wirds spannend ;)
Die Müll(berge) ( so schlimm war es nicht, zumindest in den Stadtteilen die wir gesehen haben) am Straßenrand wechselten sich mit in Gruppen stehenden Prostituierten ab. Triste Plattenbauten und Obdachlose, die vereinzelte Grünflächen und deren schattenspendende Bäume als Zuhause nutzten rundeten Suburbia Neapel ab.
Die Innenstadt selbst ist auch ein Erlebnis. Eine Hafenstadt, auf einen Hang gebaut, welcher einen großartigen Überblick bietet. Bergauf führen viele, kleine Gassen, in denen sich auffallend viele, kleine Handwerksläden und Restaurationsbetriebe finden…
Es hatte irgendwie etwas von Kuba: Herrschaftshäuser, die schon etwas in die Jahre gekommen waren -der Putz bröckelte ab, die ehemals bunten Farben waren schon blass.
Am Abend fuhren wir weiter Richtung Bari: Die anstrengendste Route bisher. Wir hatten uns entschieden den Weg nach Bari über die Landstraße zu fahren, anfangs genau die richtige Wahl. Über Serpentinen bewegten wir uns einen Berg hinab, mit herrlichem Ausblick auf den Hafen von Salerno. Aber nach ca. 2 Stunden wurde es anstrengend, ein Gebirgszug nach dem anderen musste erklommen werden…
Ca. 1 ½ Stunden ging es bergauf und zwar richtig. Teilweise mit 60 km/h, mehreren Baustellen und abschließender Polizeikontrolle.
Klausen
Unsere erste Zwischenstation war die kleine Stadt in Südtirol.
Ein richtig nettes, verschlafenes, mittelalterliches Städtchen mit gut erhaltener Altstadt: enge Gassen, kleine Läden, freundliches Völkchen und der letzte Ort an dem wir unsere Muttersprache ( nicht wirklich) um uns hören.
Unsere erste Nacht im Wohnmobil verbrachten wir auf einem Busparkplatz in Siena.
Siena
Wir sind im Süden! Klausen war noch ein typisches Bergdorf, ein paar Std. weiter veränderte sich die Architektur, die Sprache und auch die Landschaft –die ersten Palmen waren zu sehen.
Ab Siena passte ich mich auch dem Fahrverhalten der Italiener an: Baustellen auf Autobahnen und deren Geschwindigkeitsbegrenzungen sind grundsätzlich ums doppelte zu überschreiten, Spuren im Stadtverkehr sind nur bedingt gültig, rote Ampeln ebenso...Es machte aber mehr und mehr Spaß hier zu fahren.
Rom
Man kennt schon viele Bilder und Geschichten um Rom, aber es ist trotzdem, oder gerade deswegen, etwas besonderes.
Burgen, Schlösser, Thermen, Märkte.... die so alt und so gut erhalten sind, lassen einen glauben in der Geschichte zu reisen. Zwar haben wir weder fürs Forum Romanum, Petersdom, noch fürs Kolosseum Eintritt bezahlt(teilweise extreme Wartezeiten bzw. Preise und die Sicht von außen auch ganz gut ;) ) und es uns von innen angesehen, aber eine Stadtrundfahrt gemacht und sind viel zu Fuß abgegangen. Geschlafen haben wir direkt neben der Therme Caracalla, die von einem kleinen Park umgeben ist.
Neapel -> Bilder folgen